
Die internationale Einsiedelei in der Soto-Zen Tradition ist ein besonderer Ort des Friedens und Praxis auf einem abgelegen Maiensäss im Wallis/Schweiz. Sanko-an ist das Zentrum für Sesshins im Sanshin-ji Style des Soto-Zen in Europa und bietet Sesshin und Shikantaza Unterricht an, die für alle geeignet sind.
Sanko-an und das frühere Sanko-ji wurden in Zusammenarbeit von Laien und Mönchen der Sanshin-ji Community(Antai-ji Tradition) gegründet. 2012 erwarb der Zenmönch Gyoriki Herskamp ein Bauernhaus mit Land im Schwarzwald, Deutschland. Gemeinsam mit einigen Laienpraktizierenden installierte die Gruppe eine Mahayana-Permakultur und errichtete ein einfaches Gebäude, das als Wohnhaus und Zendo diente. Dank der Unterstützung und des Engagements von Mönchen und Nonnen und Laienpraktizierenden über die Jahre hinweg konnte Sanko-an bis jetzt bestehen. 2025 musste Sanko-ji allerdings aus finanziellen Gründen in die Schweiz umziehen und erhielt den neuen Namen Sanko-an.
Das kleine Hauptgebäude der Klause und der schöne, in einer modernisierten Scheune gelegene Dojo mit Sicht auf das Walliser Rhone Haupttal und das Val d’Anniviers bieten einen atemberaubenden Panoramablick auf die höchsten Berge der Schweizer Alpen. In die wunderschöne Landschaft der Walliser Alpen auf 1200 m Höhe bietet Sanko-an eine ruhige Atmosphäre für die Zazen-Praxis.
Erreichbar über einen schmalen Feldweg, spiegelt das Zendo die rustikale Umgebung wider. Um die Integrität der Antaiji-Tradition zu bewahren, war das Leben im Dojo von Anfang an einfach. Im Winter werden das Zendo und die Wohnräume (in denen der ansässige Lehrer lebt) mit Holzöfen beheizt. Trink- und Duschwasser wird aus einer Quelle in Haus geholt.
Dank des Engagements seiner Bewohner und Spenden von Laienpraktizierenden kann Sanko-an weiterhin seine Dienste für alle anbieten, die sich für die Zazen-Praxis interessieren.
Sanko-an möchte auch zukünftig Shikantaza-Unterricht anbieten und Menschen dazu ermutigen, Zazen in ihren Alltag zu integrieren. Das Zendo beabsichtigt keine hierarchische Struktur. Wir verstehen die Sangha des Zendos als ein Netzwerk unabhängiger Praktizierender.
– Volker Gyoriki Herskamp, ansässiger Lehrer

Gründer der Zenklause Sanko-an. Er ist ein buddhistischer Mönch und erfahrener Lehrer der SOTO-ZEN Tradition. Er studiert und praktiziert seit 35 Jahren, zunächst unter der Leitung von Missen Bovay Roshi und seit 2018 unter der Leitung von Shohaku Okumura Roshi.
Seit 1998 leitet Gyoriki Meditations-Retreats (Sesshin) und lehrt das Buddha Dharma im Soto-Zen Stil. Diese Erfahrungen machen seine Belehrungen und Anleitungen sehr kraftvoll. Er ist bekannt für seine Herzlichkeit und Humor, sowie für seine klare und alltagstaugliche Darstellung der Lehren. Er ist ein inspirierendes Beispiel für modernen Buddhismus und setzt sich dafür ein, dass jeder die zeitlose Weisheit und Praxis des Buddha entdecken kann. Er ist überzeugt, dass wir diese Welt mit Hilfe der Praxis eines Buddha (Zazen) retten können und wir so gemeinsam mit allen Wesen echtes, dauerhaftes Glück finden werden.
Das Gelübde – the vow
“Ich möchte einen Platz in einer Umgebung aufbauen, an dem eine Praxis möglich ist, wie sie uns von den “alten Buddhas” überliefert wurde. Das Moderne Leben ist künstlich konstruiert und trennt die Gesellschaft immer mehr von ihren Wurzeln ab. Durch das Streben nach absoluter Kontrolle über die Natur und Bequemlichkeit, sowie dem Streben nach Erfüllung aller Wünsche koppelt sich der Mensch ab von seiner eigentlichen Bestimmung. Die moderne Lebensweise entfernt sich immer weiter von der Wirklichkeit der Natur mit der wir leben. Vielfältige Zivilisationskrankheiten, Sucht, Einsamkeit, Ängste und Depression sowie Ohnmacht sind die Folge. Wenn dieses “künstliche Lebenskonstrukt” einmal zusammenbricht, beispielsweise durch Klimawandel, gravierende wirtschaftliche Probleme, Black out, etc., werden die Menschen sehr leiden, weil sie nicht mehr wissen wie “Leben” geht. Der moderne Mensch, v.a. die Jungen, sollten deshalb wieder Lernen im direkten Kontakt mit der Natur zu leben und durch die tägliche Zenpraxis einzugehen in den Rhythmus der Natur. Tiefe Zufriedenheit, Freiheit und Sinnhaftigkeit des Tuns und Inspiration werden dann eine neue Generation prägen. Deshalb möchte ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln einen Platz erschaffen, der die Buddha-Praxis zum Wohle und in Harmonie mit allen Wesen und der Natur möglich macht.” Gyoriki 2013
Gyoriki erhielt 2023 die Dharma Transmission von Shohaku Okumura Roshi. 2023/2024 schloss er seine Ausbildung im Semmon Sodo Kotai-ji/Japan unter der Leitung von Hokan Saito Roshi ab. Er absolvierte im Anschluss die Zuise Zeremonie in Eihei-jund Soji-ji. Seit 2024 ist er anerkannter Lehrer und Dharma Übermittler des Soto-Zen.
Das Ei-Gen Dojo Basel, ein Praxisort mit täglicher Zenpraxis, gründete er auf Wunsch seines ersten Lehrers 1998 und leitete es bis 2018.
2013 gründete er überdies den kleinen Zentempel Sanko-ji (Zen-Permakultur-Naikan). Hier implementiert er seither den Sanshin-ji Stil seines Dharmalehrers Shohaku Okumura und dessen Dharmavorfahren K. Ushiyama Roshi und Kodo Sawaki Roshi in Deutschland.
2025 übersiedelte er mit der Zenklause ins Wallis (Schweiz).
Er arbeitet freiberuflich als Coach, Berater, Therapeut und Supervisor, sowie schulischer Heilpädagoge.
Er ist 1965 geboren verheiratet, hat eine Stieftochter und drei Enkelkinder.
Wir finanzieren uns ausschliesslich aus Spenden/Fuse. Dhana (grosszügiges Spenden) ist die wichtigste Praxis des buddhistischen Laien. Ohne den finanzielle Support der Laien gibt es keine Praxis. Deshalb sind die Praxis des Spendens und die Zenpraxis der Sangha untrennbar verbunden und auf einer Stufe zu nennen. Bitte nehmen Sie für eine Spende Kontakt mit uns auf.