Grundprinzipien der Tiefenökologie (Ecosophy)

Auch von vielen buddhistischen Lehrern anerkannte Grundprinzipien für einen angemessenen Umgang mit allen Wesen. Ich kann dem viel Positives abgewinnen und sie ähneln dem Standards Sanko-ans, deshalb hier mal abgedruckt.

(A.Naess, et al 1984)

1. Alle Lebewesen haben einen Eigenwert.

2. Die Vielfalt und der Reichtum des Lebens haben einen Eigenwert.

3. Außer zur Befriedigung lebensnotwendiger Bedürfnisse haben Menschen nicht das Recht, diese Vielfalt und diesen Reichtum zu reduzieren.

4. Es wäre besser für die Menschen, wenn es weniger von ihnen gäbe, und viel besser für andere Lebewesen.

5. Das Ausmaß und die Art der menschlichen Eingriffe in die verschiedenen Ökosysteme sind heute nicht nachhaltig, und die mangelnde Nachhaltigkeit nimmt zu.

6. Entscheidende Verbesserungen erfordern erhebliche Veränderungen: soziale, wirtschaftliche, technologische und ideologische.

7. Ein ideologischer Wandel würde im Wesentlichen bedeuten, eine bessere Lebensqualität anzustreben, anstatt einen höheren Lebensstandard.

8. Diejenigen, die die oben genannten Punkte akzeptieren, sind dafür verantwortlich, direkt oder indirekt zu den notwendigen Veränderungen beizutragen.


Gedanken zur 1. Eigenschaft einer grossen Person – Wenig Wünsche haben (VI)

Von Gyoriki Herskamp, April 26

(Kommentar zu Zenmeister Dogens Lehren über die ‚Acht Eigenschaften einer grossen Person‘ von Gyoriki auf der Basis des Textes ‚The Roots of Goodness’ – Kommentar Kosho Uchiyama Roshi, übersetzt von Daitsu Tom Wright)

Wer mit wenigen Wünschen handelt, ist stets in Frieden und hat wenig Sorgen oder Bedenken. Und in vielerlei Hinsicht verspürt ein solcher Mensch kein Bedürfnis nach mehr; er hat immer mehr als genug. Kurz gesagt: Wer wenige Wünsche hat, ist praktisch im Nirvana. Das nennt man wenige Wünsche haben.“

Kosho Uchiyama Roshi schreibt zu diesem letzten Abschnitt des Kapitels ‚Shoyoku – Wenig Wünsche haben‘: „Bitte bedenke, dass Sorgen und Bedenken, oder Qual und Leiden ist nicht etwas, das außerhalb von dir aufgrund irgendeines Vorfalls entstand. Sondern, all diese Emotionen sind darauf zurückzuführen, was du in deinem Leben oder Lebenseinstellung als wertvoll erachtest. Deswegen, wenn wir unsere Werte ändern, unsere Einstellungen zum Leben auswechseln, dann werden all die Sorgen und die Leiden verschwinden.“

Häufig ist es so, dass innere Verstimmungen und äußere Missstände als von uns nicht veränderbar betrachtet werden, als etwas von außen auf uns Erlegtes, als Bürde, als Ungerechtigkeit oder gar Gemeinheit bzw. Mobbing von anderen. Etwas, das uns angetan wird und wir nicht ändern können.

Dies ist oft nicht die korrekte oder hilfreiche Einstellung, auf Sorgen und Leiden zu reagieren.

In diesem Fall bin ich empört oder niedergeschlagen, weil die Regierung zulässt, dass die Benzinpreise steigen – Unverschämtheit!; der Chef sieht nicht wieviel ich arbeite – ich Arme; meine Arbeitskollegen arbeiten weniger als ich – Ungerechtigkeit; meine Eltern haben mich immer unterdrückt – Opfer. Aus Sicht der Lehre des Buddhas/ des Zen jedoch bin ich alleine für die Bewertung der äußeren Phänomene verantwortlich, die menschliche Grundeigenschaft, alles in gut und schlecht, nützlich und nicht nützlich, bedrohend und fördernd einzuteilen führt zum Leiden.

Passe ich meine Werte an Lebensumstände und meine Person an und lebe sie durch mein engagiertes Handeln, verschwinden nach und nach meine Sorgen und Leiden.

Interessanterweise habe ich im letzten Jahr die Weiterbildung in ACT – (Acceptance and Commitment Therapy) abgeschlossen – ein relativ neues Psychotherapie Verfahren, das zur 3. Welle der Verhaltenstherapie gezählt wird. Neben der sogenannten Akzeptanz der Lebensumstände u.a. Pfeilern des Verfahrens sind das selbstständige Herausfinden und – arbeiten der ureigenen, mir entsprechenden Werte und das Commitment, danach engagiert zu handeln, die Basis der Therapie, die zu einem nachgewiesenermaßen glücklicheren Leben führt. Ich finde meine eigenen Werte heraus, lerne sie kennen und lebe aktiv danach, führt zu Glück und Wohlbefinden. Ich engagiere mich beispielsweise für benachteiligte Personen in der Gesellschaft, helfe Ihnen und tue ihnen Gutes und empfinde mich infolgedessen in der Gesellschaft als selbstwirksam und wichtig. (s. dazu www.staerkestattmacht.ch)

Allerdings muss man da ganz klar Menschen ausnehmen, die unter starken Schmerzen leiden oder psychische, diagnostizierte Störungen haben.

Wer einmal sehr starke Schmerzen hatte, wie zum Beispiel infolge eines Migräneanfalls oder einmal einen stark vereiterten Zahn hatte, weiss wovon ich rede. Die Schmerzen sind so stark, dass wir nicht anders als Dösen oder Schlafen können. Da hilft dann auch kein Zazen oder Beten. Der Schmerz ist einfach der Schmerz und wir sind nicht mehr in der Lage, groß zu handeln.

Ähnliches passiert laut Uchiyama Roshi im Angesicht des Todes, Trauer und Angst werden einfach da sein, etwas ganz Natürliches, das wir nicht ändern können. Da ich die Ehre hatte, zwei- oder dreimal beim Sterbeprozess zugegen zu sein, ist meine Erfahrung, dass sich viele Menschen erst im unmittelbaren Prozess des Sterbens entspannen oder loslassen können. Aus welchem Grund das auch immer ist, so hat die Natur dieses Hinübergleiten gestaltet. Zunächst ist Trauer, Leiden oder Angst einfach Teil des Ganzen, es sei denn ich lasse mir die entsprechenden Betäubungsmittel verabreichen, was jedermanns gutes Recht ist. Irgendwann findet aber unbewusst, natürlich und automatisch der Prozess des Loslassens statt.

Uchiyama erklärt in seinem Kommentar auch ganz klar, dass davon auch keine Zazenpraktizierende ausgenommen sind, die gehofft hatten,dass sie sich durch Zazen auf den Tod vorbereiten können. Eine langsame, intensive Zazenpraxis bewahrt einen nicht vor dem notwendigen Leiden angesichts des Todes. Dies hatte ich schon im Falle des Todes von Shunryu Suzuki Roshi, als auch Katagiri Roshi gelesen, die angesichts ihrer Krebserkrankung und ihrer freien Entscheidung so weit es geht auf Betäubungsmittel zu verzichten, zeitweise unglaublich litten und so ihren SchülerInnen ein wertvolles, unvergleichliches Beispiel gaben.

Ich selbst durfte dies bei meinem, eigenen Lehrer Missen Meiho Bovay erleben, der an unheilbaren Knochenkrebs verstarb. Die Wirbel seiner Wirbelsäule zerbarsten durch den Krebs, die Schmerzen unvorstellbar und über alle Maßen hinaus, sein Leben war nur mit starken Morphinen einigermaßen aushaltbar. Seine starke, langjährige Zazenpraxis bewahrte ihn nicht vor diesem Leiden und frühen Tod (mit 64 Jahren); er war nicht mehr in der Lage sich in irgendeiner Form ‘zenmeisterlich’ zu verhalten, sondern ganz und gar einfach nur ein normaler Mensch.

Eine große Unterweisung für mich, die in mir viele Verblendungen zerstörte: Im Angesicht des Todes sind wir alle gleich und nackt.

Ähnliches gilt laut Uchiyama Roshi für ungewöhnliche Verhaltensweisen im Angesicht von lebensbedrohender Gefahr ( Raketenangriff im Krieg, Gewaltandrohung von Kriminellen oder Naturgefahren (Lawinen, Fluten, Erdbeben, etc.). Wer hier meint, heldenhaft sein zu müssen, statt sich in Sicherheit zu bringen oder zu schützen, muss sich darüber im Klaren sein, dass dieses Verhalten nichts mit dem Dharma zu tun hat.

Ein Beispiel aus meinem Lebensbereich: Ein psychisch kranker Jugendlicher bedrohte mich in seiner Not während des Corona-Lockdowns zweimal mit dem Messer. Die Psychischen Kliniken waren in dieser Zeit überfüllt und nahmen nur Jugendliche mit akuter Suizidgefahr auf. Eine Selbsteinweisung des Jugendlichen wurde aus ebendiesen Gründen abgelehnt. Es bestand weiterhin die Beschulungspflicht für unsere Institution. Nun stand dieser Jugendliche in seiner großen Wut und Not mit dem Messer vor mir und wollte mich abstechen, wie er sagte. Er habe nichts mehr zu verlieren. Ich blieb trotz größter Angst äußerlich ruhig, ging rückwärts, versuchte vorschriftsmäßig zu deeskalieren. wie ich das gelernt hatte, bis andere zu Hilfe kamen und ihn festhielten und beruhigten. Dabei provozierte und bedrohte er mich weiter: Er werde mich finden, er werde mir auflauern und mich abstechen, etc..

Ein lebensbedrohliches Ereignis, das jeden Menschen zutiefst erschüttert. Zwar nässte ich mich nicht ein oder ähnliches, aber ich hatte tagelang Mühe mich zu beruhigen, weiter zu arbeiten, dieses Erlebnis zu verarbeiten und bis heute, wenn ich diese Zeilen schreibe, wühlt mich dieses Ereignis emotional und psychosomatisch auf und ich fühle mich so, als hätte ich emotional versagt. Zu diesem Prozess gehörte auch, dass ich mich zeitweise dafür verurteilte, mich nicht samurai-haft oder zen-meisterlich verhalten zu haben. Ich hätte diesem doch körperlich und mental unterlegenen Jugendlichen das Messer abnehmen sollen und wäre so ein Mann mit ‚Eiern‘ geworden, den die anderen delinquenten Jugendlichen künftig als Anführer ansehen könnten.

In diesem Moment Angst zu haben und aufgebracht zu sein ist also vollkommen normal und alles andere wäre widernatürlich. Es kann eine große Verblendung von Zazenpraktizierenden sein, dass sie Glauben vor solchen urmenschlichen Leiden gefeit zu sein. Obacht – Zazen is for nothing!

Daß ich aber, während ich diese Zeilen schreibe und mich an diese Situation erinnere, in mir ähnliche Emotionen ausgelöst werden wie damals, zeigt lediglich auf, wie unser menschliches Gehirn funktioniert. Das bloße Denken oder Vorstellen eines Erlebnisses löst Emotionen aus, als wäre es real, obwohl es in keinster Weise etwas mit Wirklichkeit zu tun hat. Ich wurde beim notwendigen Erinnern an diese Situation, denn ich wollte ja dies so genau wie möglich beschreiben, von meinen Gedanken in den Griff genommen und da ich als Zazenübender gewohnt bin, alle Gedanken, die auftauchen, loszulassen, kann ich das jetzt tun.

Uchiyama Roshi betont in diesem Zusammenhang, dass es entscheidend ist, aus eine wahren religiösen Leben hinaus lebend, unser ganzes Leben ohne illusorisches bzw. verblendetes Leiden zu leben.

Und er verweist auf die Eingangssätze Dogens (s.o):“Und in vielerlei Hinsicht verspürt ein solcher Mensch kein Bedürfnis nach mehr; er hat immer mehr als genug. Kurz gesagt: Wer wenige Wünsche hat, ist praktisch im Nirvana. Das nennt man wenige Wünsche haben.“

Nirvana wird im Zen als der Zustand definiert, in dem weder Geburt noch Tod eine Bedeutung haben oder wie Sawaki Roshi und andere Zenlehrer es immer wieder beschrieben, sein Leben im eigenen Sarg liegend anzuschauen.

Uchiyma Roshi empfiehlt denjenigen, die jetzt nicht losgehen möchten, einen Sarg einzukaufen, ihn nach Hause zu bringen und ins Wohnzimmer zu stellen, um darin zu liegen, stattdessen einfach ein Kissen zu holen und Zazen zu praktizieren.

In Kürze: Zazen machen ist auf sein Leben schauen, während man im eigenen Sarg liegt. Oder über die Frage reflektieren: „Wo wäre ich jetzt, wenn mich meine Eltern abgetrieben hätten?“

Zu guter Letzt des Kapitels definiert Uchiyama Roshi einen Dainin als einen Menschen, der sein Leben aufräumt und putzt, ohne rumzujammern. Ein wahrer Erwachsener ist also der, der nicht rumjammert und folglich die Fähigkeit hat ‚wenig Wünsche‘ zu haben.

Wir sind deswegen laut Dogen Zenji alle aufgefordert, das ‚wenig Wünsche haben‘ zu praktizieren, und dies zu leben, um dann ein Vorbild für alle Kinder und alle gierigen Geschöpfe sein zu können.


Fressen oder Moral

 

“…zuerst kommt das Fressen, dann die Moral.” Berthold Brecht.

Viktor Frankl sagte schon in den 70er Jahren dazu: ”Wir machen uns diesbezüglich auch gar nichts mehr vor. Aber wir wissen in einem, wie sinnlos Fressen ohne alle Moral ist und wie katastrophal diese Sinnlosigkeit dem nur aufs Fressen Bedachten zu Bewusstsein kommen kann; und wir wissen nicht zuletzt, wie sehr nur eine “Moral”- will heissen der unerschütterliche Glaube an einen unbedingten Lebenssinn, so oder so das Leben erträglich macht. Denn wir haben es erlebt, dass der Mensch auch ehrlich bereit ist zu hungern, wenn das Hungern nur einen Sinn hat.”

Wenn der überwiegende Teil der Menschen sich nicht an einem Lebenssinn orientiert, wenn sie sich nicht an ethische und moralische Leitplanken orientieren, sondern nur an der Gier des “Fressens”, dann werden wir an den atemberaubenden Herausforderungen des 21 Jhdt. scheitern.

“Wird hingegen ein großer Teil der Menschen trotz verringerter “Fress Ressourcen” an der “Moral” festhalten, wird die Würde siegen!” Elisabeth Lukas


Das Sammeln von Gräsern

Dōgen’s Chinesische Gedichte (78)

Das Sammeln von Gräsern

übersetzt und kommentiert von Shohaku Okumura aus dem Japanischen und von mir ins Deutsche.

Jetzt sammeln sich Hunderte von Gräsern tatsächlich für den Sommer. Von der ganzen Erde gepflückt, [wären] es zehn Millionen Halme.
Eine Blume mit fünf Blütenblättern öffnet sich am Himmel und im Schlamm. Ohne Zweifel wird sie auf natürliche Weise Früchte tragen.

In der Interpretation von Dōgen sind eine Blume und die fünf Blütenblätter dasselbe. Eine Pflaumenblüte öffnet sich als fünf Blütenblätter. Das ist dasselbe wie eine Hand und fünf Finger. Er verwendet eine Blume und die fünf Blütenblätter als Symbol für das voneinander abhängige Entstehen. Aus einer Perspektive ist es einfach eine Blume, aber aus einer anderen Perspektive sind es fünf Blütenblätter. Das gesamte Netzwerk der gegenseitigen Abhängigkeit ist ein einziges Netz von Indra, aber es hat unzählige Wesen als seine Teile.

Alle Pflaumenblüten sind Teile eines Zweiges, und unzählige Zweige sind Teile des alten Pflaumenbaums. Wenn dieser eine Pflaumenbaum blüht, wird die ganze Welt zum Frühling. Alle Wesen in der ganzen Welt, einschließlich einer Blume mit fünf Blütenblättern, sind Teil des Frühlings der ganzen Welt als Einheit. Sie sind nicht “stolz”, das heißt, sie sind nicht egozentrisch.

Dōgen betrachtet eine Sangha als ein Miniaturmodell des gesamten Netzwerks des voneinander abhängigen Entstehens. Die Mitglieder dieser Sangha, die zusammen praktizieren, sind wie die fünf Blütenblätter einer Blume. Die Praktizierenden und ihre Praxis und Funktionen sind alle voneinander abhängig und unterstützen sich gegenseitig. Das Praktizieren in Frieden und Harmonie ist die Dharma-Blüte und die natürliche Frucht der Sangha, die das spirituelle Wachstum jedes einzelnen Mitglieds und der Gemeinschaft als Ganzes fördert. In diesem Vers drückt Dōgen die

letztendliche Bedeutung der gemeinschaftlichen Praxis als Ausdruck des interdependenten Entstehens aus, in dem jedes Mitglied als Bodhisattva wächst. Die gemeinschaftliche Praxis drückt sich seit alters her im Zusammenkommen aller Nonnen und Mönche zum Ango aus. Buddha Shakyamuni lud alle Ordinierten während der indischen Regenzeit zur 90 tägigen Praxisperiode ein. Diese essentielle Praxis wird bis heute von den Lehrern des Zen .weitergegeben

So schrieb Dogen im Jahr 1245, während der ersten Sommerübungsperiode in Daibutsuji (大仏寺, später umbenannt in Eiheiji), das Shōbōgenzō Die Klausur (安居, Ango), in der er die Bedeutung der Sommerübungsperiode mit den Worten hervorhebt:

“In allen drei Ländern gibt es keinen einzigen Menschen unter den Nachkommen der Buddhas und der Vorfahren, der diese jemals nicht ausgeführt hat; die anderen Pfade haben sie nie gelernt. Da sie die ursprüngliche Absicht der “einen großen Sache” der Buddhas und Vorfahren sind, ist das, was sie verkünden, vom Morgen ihrer Erlangung des Weges bis zum Abend ihres nirvāṇa, nichts anderes als der wesentliche Punkt des Retreats…. Diejenigen, die niemals in ihrem Leben die neunzigtägige Sommerklausur praktizieren, sollten nicht Schüler des Buddha oder Mitglieder des Bhiksu-Samgha genannt werden.”

In diesem langen Faszikel beschreibt Dōgen die Zeremonien und Rituale zu Beginn und am Ende der Sommerübungszeit. Ich nehme an, er schreibt so detailliert, weil es in Kōshōji nicht möglich war, eine so formale Praxis durchzuführen, wie sie in den chinesischen Klosterregeln (清規, Shingi) beschrieben wird, aber er möchte die traditionelle Praxis im neuen Kloster dennoch etablieren. Später in diesem Faszikel ermutigt Dōgen die Menschen:

Menschen, Devas und Drachen sollen, wenn auch nur für einen Zeitraum von neunzig Tagen, Bhiksu oder Bhiksuni werden und die Klausur einhalten; dies wäre an sich schon ein Sehen des Buddha. Einer Versammlung der Buddhas und Ahnen beizutreten und die neunzigtägige Klausur zu halten, ist, den Buddha gesehen zu haben.

Dōgen ermutigte auch Laien, sich an der Praxisperiode zu beteiligen. So weit übersetzt und kommentiert mein Lehrer Shohaku Okumura


Eröffnung Sanko-an

So! Eröffnet!”

Am 23.08. fand bei schönem Wetter die Eröffnung der Zenklause Sanko-an statt.

Obwohl recht abgelegen, kamen doch einige von weit her, wie Kyoku aus Hannover, oder Romeo und Roland aus Liechtenstein und Peter und Philipp aus Basel. Gefreut haben wir uns auch sehr darüber, dass Jean, Rosalie und Prisca vom Dojo Sierre/Siders teilnahmen.

Nach dem Zazen und dem Kampai ergaben sich schöne Gespräche. Wir alle waren uns einig, dass dies ein guter Start gewesen sei und wir wünschen uns, dass sich das Dharma weiter im Wallis etabliert.

In meiner kurzen Eröffnungsrede zitierte ich die erste Zeile aus einem Gedicht über das Wallis von R.M. Rilke, der unterhalb der Zenklause viele Jahre lebte:

Dieses Land ist masslos und sanft”

In Anlehnung an dieses Gedicht wünschte ich für das Sanko-an:

Die Praxis hier wird masslos und sanft”


Neuanfang des Sanko-an im Wallis

Nach dem Sanko-ji im Schwarzwald, wagen wir einen Neustart in Sanko-an im
Wallis. Dies wollen wir anders gestalten. Philipp und ich haben uns
zusammengesetzt, ausgetauscht und unsere Vision formuliert. Das Folgende
soll diese Gedanken wiedergeben.
 
In den letzten Jahren wurden Gyoriki und Sanko-ji mangels Helfer immer mehr
zum Dharma-Dienstleister. Sesshins wurden zu einem Angebot ähnlich wie im
Wellness- und Mental Health Dienstleistungsbereich. Es gab Veranstaltungen,
man konnte sich anmelden und teilnehmen, dann ging man wieder nach
Hause. Es wurde gekocht und die Zimmer sind vorbereitet. Hinterher wird
nachbereitet, gewaschen, etc.. Es gibt dafür einen Unkostenbeitrag und den
bezahlt man. Der Unkostenbeitrag war so niedrig, dass er die Fixkosten nie
ganz deckte. Verluste wurden durch Gyorikis Spenden und Samu
ausgeglichen.
 
Im Vorfeld investierten Gyoriki und Regula Zeit und Geld, um den Umbau einer
Scheune in einen Mehrzweckraum/Dojo zu finanzieren. Das Haus gehört
Regula, sie stellt es aber für die Zazen Praxis/Sesshin zur Verfügung.
Die komplette Tempelausrüstung wurde mit Spenden finanziert, v.a. mit Geld
des ehemaligen Zen Dojo Basel. Den Umzug des Tempel Equipment nach
Sanko-an finanzierte Gyoriki.
 
Mit dem Schritt zurück zu den Wurzeln zu kommen, entstand auch der
Wunsch, mit einem neuen “alten” Geist anzufangen. Wir möchten an den Geist
unserer Gründerväter anknüpfen. Kosho Uchiyama und Shohaku Okumura
berichteten, wie jeder etwas Reis oder Pickles zu den ersten Sesshins Kodo
Sawakis mitbrachte. Überschüsse aus den Spenden wurden insbesondere in
Kopien von Dharmatexten und zum Unterhalt des Tempels investiert.
 
Wir möchten folgende Veränderungen schaffen:
-Weg vom Dienstleister, hin zum Gemeinsamen.
-Weg vom Bezahlen, hin zum Spenden und Mitbringen; mit sich
einbringen und mitarbeiten.
 
Mit folgenden Leitsätzen formulieren wir das positiv im Sinne von, was wir
wollen und nicht was wir nicht wollen.
– Sangha: Wir sind eine Gemeinschaft (Sangha) und organisieren
Sesshins gemeinschaftlich und führen diese gemeinsam durch.
– Dhana:Wir machen das möglich mit freiwilligen Spenden:
Geld, Materialien, Nahrungsmittel, Meditationsbedarf und Zeit.
 
Das bedeutet:
-Keine fixe Teilnehmerbeiträge
-Die Spenden sollten die Fixkosten decken und eine Spende an
das Haus Sanko-an ermöglichen.
-Nahrungsmittel mitbringen, respektive den Einkauf organisieren
​- Gemeinsam Vorbereiten, Kochen
 
Nächste Schritte (erste Vorschlag):
 
Wie kaufen wir ein?
– Einkauf durch eine Person
-Volker stellt die Basis (Gewürze, …)
– alle bringen Snacks und Getränke für Zwischendurch
 
Wie kochen wir?
– Es gibt keinen Kühlschrank. Evtl. keinen Strom bei schlechtem
Wetter.
– Vereinfachter Menüplan: am Morgen Müesli, am Abend Instant
Suppe, Reis im Reiskocher, Pasta, …
 
Wer macht was?
– Liste was es zu tun gibt und wir tragen uns ein
Herbstsesshin
– Ist ein erster Test, wir wollen gleich so starten
 
Rückmeldungen erwünscht.

Hindernisse auf dem Weg

 

1. Viele Lehrer/Meister/Gurus betonen: Zazen machen reicht! ….einfach alles vorbeiziehen lassen, hier und jetzt! …Vergangenes/Negatives vergessen, stattdessen im Jetzt leben,…. und so weiter. Oft passiert dem braven Zenadepten folglich das, was Prof. Akira Ishii im Folgenden beschreibt: “Viele Menschen, die in ein Meditationszentrum kommen, um dort die Gegenwart zu erleben, haben etwas, das sie vergessen möchten – auch wenn sie das manchmal selbst nicht bemerken.Sie bemühen sich auf das Hier und Jetzt konzentriert zu sein, um sich nicht mit dieser Angelegenheit zu konfrontieren. Die Ursache dafür ist oft, dass man sein Problem nur von einer einseitigen Sichtweise aus ansieht und nicht gelernt hat, es von verschiedenen Seiten her zu betrachten. Dann kann man das vergangene Geschehene nicht aktzeptieren. Um es zu akzeptieren braucht man Naikan. Wenn man Naikan macht, dann konfrontiert man sich direkt mit dem Geschehen. Insofern ist es harte Arbeit. Wenn man aber mutig das Geschehen als Realität akzeptiert hat, dann wird man davon frei. Naikan machen heisst, sich von den Verflechtungen der Vergangenheit zu befreien und das gegenwärtige Selbst völlig zu akzeptieren. Wenn man das geschafft hat, dann hat man sich von den selbst geschaffenen Verflechtungen befreit und kann wirklich im Hier und Jetzt leben. Wenn man sich nur bemüht im Hier und Jetzt zu sein, ohne sich von der Vergangenheit befreit zu haben, dann ist man auf eine sehr eingeschränkte Art in der Gegenwart. Wenn man dagegen von der Vergangenheit befreit ist, dann kann man die Gegenwart voll geniessen, das gute Essen oder die Musik. Wenn man nicht befreit ist, dann bemüht man sich nur, das Hier und Jetzt wahrzunehmen, ohne wirklich zu erfahren, was das ist. Eine andere Gefahr dieser Haltung ist übrigens, dass man alles ohne Überlegung macht. Man macht alles nur aus dem “Hier und Jetzt” und verstrickt sich dadurch immer tiefer in die Verflechtungen der Vergangenheit.”

2. Ein weiteres ist, dass wir uns zu leicht von der Praxis ablenken lassen. Eingefügeltes Zensprichwort, das mein Lehrer Missen Michel Bovay oft benutzte, lautet: Es gibt tausend Hindernisse um zu praktizieren, aber keinen Grund nicht zu praktizieren. Unser Alltag ist in der Regel dicht getaktet, erkennen Sie an, dass sie keine Zeit zur Praxis haben, also müssen Sie sie erschaffen, also morgens z.B. eine Stunde früher aufstehen oder auf ein Sesshin fahren. Sie müssen auch nicht in Topform sein, um Zazen zu praktizieren, gerade wenn sie kränkeln oder in der Krise sind, ist es hilfreich Shikantaza oder Naikan zu machen.

3. Seien sie misstrauisch gegenüber sogenannten “Meistern”, lassen Sie sich von Ihnen nicht überreden etwas zu tun, was Ihnen nicht entspricht, glauben Sie Ihnen nicht. Ganz gemäss der letzten Unterweisung Buddhas – Nehmt Zuflucht zu euch selbst, zu eurem Gesetz. Nehmt zu niemanden Anderen Zuflucht – vertrauen Sie jedoch in erster Linie tief der täglichen Praxis und den Verdiensten des Zazen.

4. Viele Lehrer mit ihren Schülern geraten oft sehr schnell ohne böse Absicht in ein paar Fallen, die sektenähnliche Strukturen, Mission, wirtschaftliche Interessen, Meister-/Gurugedöns zur Folge haben. Die Gründe liegen sowohl auf Seiten des sog. Meisters als auch beim sog. Schüler.

  • Lehrer: Viele Lehrer sind sehr vertraut mit dem Zen, ihre Praxis, ihrer Methode, haben sehr viel gegeben, wissen sehr viel, sind erleuchtet und erwachtet, haben Charisma. Doch sie haben sich und ihre Bedürfnisse nicht selbst geklärt, ihe Schattenseiten das Unterbewusste nicht angeschaut oder ihre Ausbildung zu früh für beendet erklärt. Deshalb sollte jeder Lehrer, Therapeut, Meister zum Beispiel Naikan gemacht haben, um eine ganze, erwachsene Person (Buddha) zu werden, die fähig ist Schüler anzuleiten, ohne sich in Beziehungen verstricken, ohne unterschwellige Ziele aus den Bereichen Wirtschaft, Macht, Anerkennung zu verfolgen. Es geschieht das was Chögyam Trungpa Rinpoche als “spiritueller Materialismus” bezeichnet hat. Jeder Lehrer/Therapeut/ Meister sollte daraufhin volle Verantwortung für Geschehnisse in seiner Sangha übernehmen. Der Lehrer sollte die Rolle eines Bergführes übernehmen, nicht mehr – den besten Weg auf den Gipfel zeigen, vor Irrwegen und Gefahren warnen.
  • Schüler: Viele Schüler suchen sich einen Lehrer und geben aus welchen Gründen auch immer sämtliche Verantwortung an den Lehrer/Meister/Therapeut ab. Ausserdem aus Gründen des o.g. spirituellen Materialismus verfolgen sie ähnliche, unbewusste Ziele wie der “Chef”, sonnen sich im Rampenlicht des grossen und besten Meisters, der reinen Lehre, geben sich selbst für die Ziele des Gurus auf und vergessen dabei wie hinderlich dieses eigentlich kindliche Verhalten für ihre eigene spirituelle Entwicklung ist. Auch der Schüler muss selbst seinen Weg gehen, das Unbewusste, die Schattenseiten gnadenlos anschauen, ansonsten schlägt dieser Part immer wieder im Leben des Schülers gnadenlos zu. Und oft kommt es nach Jahren treuer “Hundedienste” zum bösen Erwachen. Stattdessen sollte der Schüler “Erwachsen werden”.
  • Um Sektenähnliche Strukturen zu vermeiden sollten Lehrer und Schüler aufeinander aufpassen, – es darf keine Tabus geben über die man reden kann – und unbedingt sich selber von allen Seiten überprüft haben und selbst geklärt haben, inklusive ihre oft unbewussten, tiefer liegenden Bedürfnisse und folglich z.B. Naikan gemacht haben. Hilfreich sind folgende Medien: Der Film “Guru”, Die Klassiker  “Gierige Institutionen” von Lewis A. Cosen und “Spirituelle Materialismus” von C. Trungpa und diese Homepage.

5. Der Missbrauchskandal hat sich von der christlichen Kirche längst auf die buddhistischen Meister auch des Zen ausgeweitet. Gehen sie auf entsprechende websites wie twitter#metooguru,  die Missbrauch von Lehrern öffentlich gemacht haben. Falls sie Betroffener sind, legen sie Zeugnis im Sinne von “bearing witness”  ab. Es ist wichtig solche Fälle öffentlich zu machen, um die “Täter” zu motivieren ihre Schattenseiten anzuschauen und sich nicht hinter Priester/Lehrer/ Gurustatus und ihren Sekten/Institutionen/Rollen zu verstecken. Es gibt keinen dharmischen Grund oder Rechtfertigung für solches Handeln. Wer so etwas tut kann kein Dharma-Lehrer sein! Als ich diese gerade schrieb, kamen mir selber erfahrene sexuelle Übergriffe in den Sinn.

6. Seien sie ehrlich gegenüber sich selber: Warum praktiziere ich? Überprüfen sie ihre Praxis? Verwechseln sie den Schatz der Sangha nicht mit Familie, Verein, etc.. Überlegen sie sich, ob sie nicht bevor sie sich auf einen spirituellen Weg begeben, eine Therapie machen sollten und/oder Naikan, etc..

 


Arbeitslosigkeit und Hunger nach Sinn

Arbeitslosigkeit und Hunger nach Sinn

Aufsatz von Prof. Viktor Frankl

Ich kenne den Hunger. Im Ersten Weltkrieg bin ich zu Bauern um Brot betteln gegangen, und im Zweiten Weltkrieg hab’ ich eine Zeitlang
in einem Konzentrationslager von achthundertfünfzig Kalorien pro Tag gelebt und vierzig Kilogramm gewogen.

Aber auch in der Zwischenkriegszeit habe ich hungernde Menschen kennengelernt, und zwar im Zusammenhang mit einer von der Wiener

Arbeiterkammer gestarteten Aktion »Jugend in Not«,in deren Rahmen ich den Auftrag hatte, junge Arbeitslose psychologisch zu betreuen.

Und es ist jetzt fünfzig Jahre her, dass ich über meine diesbezüglichen Erfahrungen in der Sozialärztlichen Rundschau den Aufsatz veröffentlicht habe. Und zwar konnte ich nachweisen, dass die Depression der jungen Leute darauf zurückzuführen war, dass sie sich sagten: Ich bin arbeitslos, folglich bin ich nutzlos, folglich ist mein Leben sinnlos! Es handelte sich also im Grunde um ein Sinnlosigkeitsgefühl, das die Depression ausgelöst hatte! Und das konnte dadurch nachgewiesen werden, dass in dem Augenblick, in dem es mir gelungen war, diese jungen Leute in irgendeine Jugend- organisation oder in eine öffentliche Bücherei oder in eine Volkshochschule einzuschleusen, wo sie eine unbezahlte, ehrenamtliche Funktion übernehmen konnten, die sie auch persönlich ansprach, im selben Augenblick die Depression verschwunden war – obzwar ihnen der Magen nach wie vor geknurrt hat, und zwar buchstäblich, denn seinerzeit musste ein Arbeitsloser buchstäblich hungern; aber ich werde nie vergessen, wie mir so mancher von diesen jungen Arbeitslosen entgegen geschrien hat: Was wir wollen, was wir brauchen, ist ja nicht nur das Geld, von dem wir leben können, sondern in erster Linie etwas, für das wir leben könnten- etwas, das unserem Leben einen Sinn gibt!

Es gibt also nicht nur einen Hunger nach Brot, sondern sehr wohl auch einen Hunger nach Sinn! Und das wird auch im Wohlfahrtsstaat von heute zu wenig berücksichtigt. Auch im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit. Das sogenannte soziale Sicherheitsnetz, möchte ich sagen, ist zu weitmaschig: Die seelische Not der Arbeitslosen, sein Sinnlosigkeitsgefühl, fällt durch!

KOMMENTAR von Elisabeth Lukas: Nach wie vor sind Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger gewaltige Themen eines Großteils unserer Welt. Der restliche Weltteil hat andere Sorgen, vielleicht nicht weniger grässliche. Aber eine seelische Not verbindet uns alle miteinander, nämlich der Hunger nach Sinn. Dabei gäbe es sinnvolle Aufgaben im Überfluss, zum Beispiel in der sozialen Umverteilung der Güter, ….


Rückschau halten

 

Wie jedes Jahr möchte ich euch an das in vielen Kulturen gepflegte alte Ritual erinnern, eine Rückschau zu halten. Ich persönlich habe dies vor mehr als 30 Jahren von meinem Ordination Lehrer Missen Meiho Bovay, übernommen und als ungemein hilfreich erlebt.

In dieser dunklen Zeit die Gelegenheit nutzen, sich hinzusetzen und aufzuschreiben, was so in diesem Jahr passiert ist, Monat für Monat…

Oder wer Tagebuch führt, liest dieses nochmals und formuliert am Ende vielleicht ein Resümee.

Ich persönlich habe diesen Rückblick mit hilfe der Naikanmethode strukturiert und ziehe Bilanz:

Was habe ich dieses Jahr erhalten?
Was habe ich gegeben?
Was habe ich für Schwierigkeiten bereitet?

Oft erkennen wir dann, wie viel wir erhalten haben von Freunden, der Familie, von Unbekannten, vom Leben, ja sogar vom Staat! Die vielen wunderbaren Momente kommen uns in Erinnerung.

Und merken vielleicht, dass wir mehr erhalten haben als gegeben. Stattdessen haben wir der ein oder anderen Person warum auch immer Schwierigkeiten gemacht. Vielleicht haben wir uns gestritten, uns beschwert, ermahnt oder geschimpft. War es richtig, dies so zu tun? Wie sehen wir es jetzt aus dem Rückblick, aus der Distanz heraus?

Durch das Rückblickritual erinnern wir uns vielleicht auch an alte Freunde, Arbeitskollegen und Familienmitglieder. Vielleicht können wir eine Weihnachtskarte schreiben, oder anrufen, oder auch nur eine SMS schreiben und alles Gute und Liebe wünschen. Weihnachten ist das Fest der Liebe und gut feiern wir es jedes Jahr, damit wir an diese Liebe als Grundprinzip menschlichen Lebens erinnert werden

Weihnachten ist auch ein Fest des Friedens, zumindest im 1. Weltkrieg schwiegen die Waffen auf beiden Seiten des Schützengrabens an Weihnachten. Dieser brutale, mit allen Mitteln geführte, absolute Krieg konnte dank der Kraft der Weihnacht anhalten, wie wunderbar!

Vielleicht können wir auch unsere Konflikte mit den Menschen unseres Umfeldes anhalten. Vielleicht können wir sogar erkennen, dass die Ursache für den Konflikt sich längst erledigt hat, vielleicht können wir unsere Verletztheit und Wut vergessen. Vielleicht können wir verzeihen und uns versöhnen.