
Vor zwei Wochen, als in Sanko-an noch ca. 20 cm Schnee lag, machte ich auf dem Rückweg vom Einkaufen in Veyras einen Spaziergang um das Chateau de Muzot aus dem 13 Jhdt. Hier verbrachte Rainer Maria Rilke seine letzten 5 Lebensjahre und erlebte nach eigenen Aussagen einen ‘wilden, kreativen Sturm’.
Das Licht und das Klima des Wallis, das ihn an die Provence erinnerte, gepaart mit den schroffen, hohen Bergen des Hochgebirges machte es ihm möglich, besonders kreativ zu sein.
Das Schloss wurde ihm vom Industriellen W. Reinhart auf seinen Wunsch hin gekauft und zur Verfügung gestellt.
Der Gefangene
I
Meine Hand hat nur noch eine Gebärde, mit der sie verscheucht;
auf die alten Steine
fällt es aus Felsen feucht.
Ich höre nur diese Klopfen
und mein Herz hält Schritt
mit dem Gehen der Tropfen
und vergeht damit.
Tropften sie doch schneller,
käme doch wieder ein Tier.
Irgendwo war es heller-,
Aber was wissen wir.
(Man achte auch auf die 1. Zeile und ihre Bedeutung für heute)
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